Private oder gesetzliche Krankenversicherung – Was ist in Zukunft besser?

 

Viele Menschen fragen sich immer wieder, ob eine private oder gesetzliche #Krankenversicherung besser ist. 

Und kurz vor dem Wahlkampf kommt dann von einigen politischen #Parteien der Ruf nach der #Bürgerversicherung.

Warum die Bürgerversicherung – auch insbesondere für gesetzlich #Krankenversicherte – nicht sinnvoll ist, möchten wir hier verdeutlichen:


Betrachtet man die Länder, in denen die #Krankenversicherung nach dem #Solidaritätsprinzip betrieben wird, so merkt man beim Vergleich der Leistungen erhebliche #Leistungseinschränkungen.

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In Ländern mit einem Monopolsystem können Leistungen viel schneller abgebaut werden.

Stellen Sie sich vor, es würde in Deutschland nur ein Golf gebaut und zugelassen werden. Bei einem finanziellen Engpass könnte dann z. B. billigeres Material verwendet werden (z.B. bei den Polstern) und schon wäre Geld eingespart. Und da Sie nur einen Golf kaufen können und der Wettbewerb fehlt, müssten Sie sich damit abinden.

Länder wie #England oder auch #Schweden kennen nur die Krankenversicherung als Monopolversicherung. Und wer in England mit 65 eine Herztransplantation benötigt, hat eben Pech; mit 65 ist man dafür zu alt. Wer viel Geld hat, kann dies dann vielleicht im Ausland machen lassen.

Auch in dem Musterland der #Bürgerversicherung #Schweden sind heute erhebliche Einschränkungen vorhanden. Würden Sie in Schweden leben, dürfte bei einer medizinischen Indikation Ihr Arzt zwar eine stationäre #Operation empfehlen; wann sie jedoch durchgeführt wird, entscheidet die Stadtverwaltung Ihrer Stadt.

Ein fehlender Wettbewerb führt zwangsweise bei einer Verknappung der Mittel auch zur Reduzierung der #Gesundheitsleistungen. Welche Auswirkungen dies haben kann, ist zur Zeit in #Rußland zu sehen: Während in Deutschland die #Lebenserwartung pro Jahr um 3 Monate pro Jahr steigt, hat sich die #Lebenserwartung in den letzten 10 Jahren sich um 5 Jahre reduziert.

Welche Hauptunterschiede bestehen zwischen der #gesetzlichen und #privaten #Krankenversicherung?

Zunächst ist die Finanzierungsform einer der wesentlichen Unterschiede:

Die gesetzlichen Krankenkassen (#GKV) finanzieren sich nach dem sogenannten #Umlagesystem. Wie gefährlich diese Finanzierungsform ist, wird deutlich, wenn man weiß, dass auch die gesetzliche Rentenversicherung gleich finanziert wird.

Was heute eingenommen wird, wird im Prinzip sofort wieder ausgegeben. Die Rücklagen reichen gerade einmal für nicht mal zwei Monate aus.

Bei der privaten Krankenversicherung (#PKV)werden Beitragsanteile für jede Altersgruppe für später angespart. Für die heute 20-jährigen werden beispielsweise Gelder für den Zeitpunkt angespart, wo die Leistungsausgaben für diese Altersgruppe höher sind. Diese #Ansparungen werden für jede #Altersgruppe und jeden Tarif selbstständig kalkuliert; genannt werden diese Ansparungen auch #Altersrückstellungen.

Wie gefährlich es ist, keine langfristigen Rückstellungen vom Beitrag zu machen, wird deutlich, wenn man sieht, wie das Durchschnittsalter und die Lebenserwartung weiter steigt.

Während das #Durchschnittsalter im Jahr 2014 in Deutschland bei 46,1 Jahren lag, ist davon auszugehen, dass wir in Deutschland in zwanzig Jahren ein #Durchschnittsalter von 55 Jahren haben werden.

Auch bei der Lebenserwartung gab es wesentliche Veränderungen:

(Jahr/Männer/(Frauen):

1950: 63,95 Jahre (68,02 J.)

1960: 66,48 Jahre (71,72 J.)

1970: 67,44 Jahre (73,51 J.)

1980: 69,62 Jahre (76,17 J.)

1990: 71,95 Jahre (78,45 J.)

2000: 75,04 Jahre (81,12 J.)

2010: 77,70 Jahre (82,74 J.)

2012: 78,24 Jahre 83,14 J.)

Differenz. 14,29 J.  (15,12 J.)

(Quelle: http://www.lebenserwartung.info/index-Dateien/ledeu.htm)





Gründe für die längere #Lebenserwartung und einem höheren #Durchschnittsalter:


Entwicklungen in der #Medizin werden weiter dazu beitragen, dass die #Lebenserwartung weiter ansteigen wird. #Krankheiten wie beispielsweise #Krebs, #Diabetes und #Demenz werden durch die #Forschung in 10-20 Jahren noch besser behandelt werden können und das Leben dann nicht mehr verkürzen.

Als Beispiel sei hier nur der Tumor #Glioblastom genannt. Während vor rund 15 Jahren von einem Arzt die Diagnose „Glioblastom“ erhalten hatte, verstarb zu 80 % innerhalb eines Jahres; die übrigen 20 % hatten noch eine #Lebenserwartung von bis zu 24 Monaten. Wenn dieser #Tumor heute frühzeitig diagnostiziert wird, bestehen sehr gute #Überlebenschancen. Durch die #Schwerionenbestrahlung sind die Behandlungsmöglichkeiten heute sehr erfolgreich möglich.

(Quelle: http://www.charite.de/charite/presse/pressemitteilungen/artikel/detail/charite_etabliert_nanothermR_therapie_bei_rueckfaellen_von_gehirntumoren/ )

Die #Entwicklungen in der #Medizin sind  das Ergebnis des immer stärker wachsenden #Wissens. Glaubt man Experten, verdoppelt sich das medizinische Wissen alle 5 Jahre.

Bereits 2017 soll erstmals ein Kopf eines Menschen auf einen anderen Körper versetzt werden (Quelle: http://www.welt.de/vermischtes/article137912632/2017-soll-der-erste-Kopf-transplantiert-werden.html ). Dies macht deutlich, welche Fortschritte in der Medizin möglich sind.

Ein weiterer Grund für die längere Lebenserwartung ist, dass heute #Umweltvergiftungen erkannt werden. Denkt man an die 70-er Jahre zurück, dann muss man auch an die #Umweltschäden in Flüssen und in der Luft denken. Heute werden viele negativen #Umwelteinflüsse frühzeitig erkannt. Auch das ist ein Grund, warum zum Beispiel das Fischen im Neckar wieder möglich ist.

Der Anstieg des Durchschnittsalters hat jedoch auch noch einen zweiten Grund:

Neben der längeren Lebenserwartung werden immer weniger Kinder geboren. Mit 1,38 Kindern pro Frau wird unsere Bevölkerung nicht nur kleiner, sondern im Durchschnitt auch älter. Damit das Durchschnittsalter sinkt, brauchen wir in Deutschland auch mehr Kinder.

Beim Vergleich der beiden Krankenversicherungssysteme:

  • #Umlagefinanzierung bei der gesetzlichen Krankenversicherung
  • #Altersrückstellung bei der privaten Krankenversicherung

müssen gerade die geschilderten Punkte berücksichtigt werden.

Eine im Durchschnitt ältere Bevölkerung wird einen höheren medizinischen Bedarf in Anspruch nehmen.

Die Finanzierungsform der gesetzlichen Sozialsysteme (insbesondere in der gesetzlichen Kranken-, gesetzlichen Pflegepflicht- und Rentenversicherung) sind bei dieser Entwicklung nicht zukunftsweisend und nicht vertretbar.

Wenn Politiker oder Lobbyisten der Sozialversicherung nach der Bürgerversicherung schreien, dann nur deshalb, weil man in einer Mono-Krankenversicherung einen schnelleren Leistungsabbau durchführen kann.

Das höchste Gut der Menschen ist neben der Freiheit auch die Gesundheit. Und dies schließt auch die Behandlungsmöglichkeiten durch die Medizin ein.


Und wer meint, ab einem gewissen Alter ist das Leben nicht mehr lebenswert, der soll sich einmal mit 100-jährigen Menschen unterhalten. Ich sehe in einem Pflegeheim wöchentlich drei Hundertjährige.


Eine Dame (101 Jahre) sagte mir, als ich sie fragte, wie es ihr geht: „TIPP TOPP“. Die Dame hat eine echte Lebensfreude. Sie wurde zwar mit etwa 70 Jahren Pflegefall, trotzdem lebt sie noch sehr gerne.

Cool – SOFASURFEN für SENIOREN

Eine nette Idee wurde heute durch 

die Bundesregierung (Erfahrung ist Zukunft) veröffentlicht: 

#Couchsurfen

 Nachfolgend der Artikel:

Renate Vig nimmt Menschen aus der ganzen Welt in ihrer Wohnung auf.

Zimmer frei !
Zimmer frei !

Die Welt zu Gast auf dem Sofa

Datum: 31.03.2015

Renate Vig hat Sehnsucht nach fremden Ländern. Weil sie selbst nicht immer wegfahren kann, bietet die 68-Jährige in ihrer Wohnung in Berlin-Lichterfelde regelmäßig #Couchsurfern einen #Schlafplatz an. Ihre Gäste erzählen Vig von ihren Reisen – sie berichtet ihnen von Berlin und der deutschen Geschichte.

familie

Wer Renate Vig besucht, bekommt gelbe Frottee-Hausschuhe und einen Kaffee oder Tee. Ihr Gästezimmer ist klein, aber hell. Weiße Spitzengardinen umrahmen das Fenster. Auf dem Bett liegt eine rote Tagesdecke. Ein Rucksack lehnt an der Wand. Vigs derzeitiger Gast ist gerade nicht da. Die junge Frau ist schon seit dem frühen Morgen unterwegs. Zwei kleine Bonbons hat die Taiwanesin auf die Kommode im Flur gelegt. Dazu einen Zettel: „Ich bin schon früh aufgewacht und aus dem Haus gegangen. Hoffentlich hast du einen schönen Tag.“ Renate Vig beherbergt #Couchsurfer. Über eine Online-Plattform nimmt sie Kontakt zu Menschen auf, die einige Nächte privat in Berlin unterkommen wollen, und lässt diese bei sich übernachten – kostenlos. „Hosten“ heißt das im Jargon der Gemeinschaft. So hat sie schon über 30 Menschen aus aller Welt kennengelernt.

„Bei mir hat schon immer jemand gewohnt, der gerade nicht wusste, wohin“, sagt Vig. Als sie das erste Mal heiratete und von zu Hause auszog, nahm sie zunächst ihren Bruder auf, der wegen seiner langen Haare und Unangepasstheit von den Eltern vor die Tür gesetzt worden war.

„Ich bin kein #Hotel“

Vig weiß, was sie will – und was nicht. „Ich bin kein Hotel“, sagt sie. Partymacher lädt sie nicht ein. Sie mag organisierte und strukturierte #Reisende, die planen, was sie den Tag über in der Stadt unternehmen können. Wenn sie sich mit einem Gast gut versteht, begleitet sie ihn auch mal in die Stadt. Mit einigen Besuchern fährt sie nach Potsdam und erzählt, wie es dort vor dem Mauerfall war. Oder sie schlägt vor, in die Berliner Philharmonie zu gehen.

28 Jahre alt sind #Couchsurfer im Durchschnitt. Vig ist mit ihren 68 Jahren erheblich älter. „Wer will denn zu so einer langweiligen Oma, die nicht mal mitten in der Stadt wohnt?“, fragte sie sich, als sie ihr eigenes #Couchsurfing-Profil anlegte. Vig präsentiert sich auf der Internetseite wie sie ist: unaufgeregt, geerdet, pragmatisch – und nett. Ihren Gästen sagt sie geradeheraus, wenn ihr etwas zu viel wird, ist aber auch flexibel. So nahm sie einmal spontan drei Surfer gleichzeitig auf. Zwei schliefen bei ihr im #Wohnzimmer, eine Surferin in ihrem #Gästezimmer. Vig strahlt, wenn sie heute von diesem Abend erzählt. Sie hätten zusammen einen Dokumentarfilm über den Buena Vista Social Club im Fernsehen gesehen. Eine Surferin hat getanzt.

Ein anderes Mal besuchte sie ein Brasilianer, der sich eine Weltreise mit dem Fahrrad vorgenommen hat. Später verfolgte Vig die Weiterreise des #Gastes auf seinem Blog. Ihr #Lieblingsgast stammt aus Malaysia und hat Vig mittlerweile schon zweimal in Berlin besucht. Über Weihnachten verbrachte die junge Frau eine Woche mit Vig bei deren Mutter.

Was, wenn etwas passiert?

Ihre drei erwachsenen Töchter schütteln den Kopf, wenn die Mutter ihre Wohnung mit Fremden teilt. „Vielleicht bin ich naiv“, sagt die 68-Jährige. „Aber ich denke, dass ich mittlerweile gut einschätzen kann, wer zu mir passt.“ Auf der #Couchsurfing-Webseite hat jedes Mitglied ein Profil. Dort stehen persönliche Informationen – das Alter eines Mitglieds, sein Geschlecht und seine Herkunft. Aber auch, was die Person gerne macht und ob sie wie Vig Blues und Jazz mag oder lieber Metal hört.

Was, wenn etwas passiert? Wenn jemand stiehlt oder einfach nicht mehr gehen will? Mit voller Sicherheit kann niemand sagen, ob ein #Couchsurfing-Profil wahrheitsgemäß ausgefüllt ist. Die Macher der Seite bieten an, gegen eine Zahlung die Echtheit der hinterlegten Daten zu prüfen. Mitglieder bekommen dann eine Art Siegel auf ihr Profil. Aber längst nicht alle User haben Lust, zu bezahlen. Vig verlässt sich auf ihr Bauchgefühl – und hat bislang großenteils gute Erfahrungen mit ihren Surfern gemacht. „Die Hälfte meiner #Gäste mochte ich wirklich, mit noch mal 25 Prozent kam ich zurecht. Der Rest braucht nicht wiederzukommen“, sagt sie, so direkt wie sie eben ist.

Fernweh nach Lissabon

Als Jugendliche wollte Vig nach Borneo, nach London und Japan. Postkarten aus fremden Ländern bestärkten ihren Wunsch nach der Ferne – und frustrierten sie, weil sie von der DDR aus nur in den Ostblock reisen durfte. „Ich wollte lernen, ob wir hier vielleicht etwas falsch machen. Und wissen, wovon die Menschen anderswo träumen.“ Weil sie die Welt über Reisen nicht kennenlernen konnte, meldete sich die Schülerin damals zum freiwilligen Englischunterricht an. Bald fand sie über Bekannte eine Brieffreundin in London, dann eine in Japan. Sie schrieb beiden über mehrere Jahre hinweg. Heute spart Vig auf einen Urlaub in Lissabon.

Vig ist nicht wie andere Menschen in ihrem Umfeld. Viele ihrer Bekannten wünschten sich ihre Ruhe, würden ihren privaten Raum gerne für sich haben. Auch Vig war nicht gleich zu Beginn zu allem bereit. Zunächst nahm sie keine männlichen Reisenden auf. „Was, wenn mich ein #Couchsurfer im Nachthemd sieht?“, fragte sie sich. Einmal tat sie es doch und empfand den Besuch als so unkompliziert, dass sich ihre Bedenken verflüchtigten.

Gegeneinladungen statt Geld

Es ist erst März, aber Vigs Balkontür steht offen. Die Fensterscheiben sind fleckenfrei. „Ein Couchsurfer hat sie mir geputzt“, sagt sie. Geld geben Surfer nicht, dafür zeigen sie sich oft auf andere Weise erkenntlich. Über den Fensterputzer hat sie sich gefreut, am meisten genießt Vig aber Geschichten aus fernen Ländern. „Mich interessiert, wie jemand lebt, was jemand in seinem Heimatland isst. Es gibt so viele unterschiedliche Lebensweisen.“ Die Reisenden, die bei ihr unterkommen, danken Vig für ihre Gastfreundschaft mit kleinen Geschenken und Weiterempfehlungen auf ihrem Online-Profil. Manche laden sie sogar zu sich nach Hause ein.“

Auf der Internetseite von www.forum-55plus.de (Couchsurfensuche) wurde soeben speziell hierfür eine neue Anzeigenrubrik eröffnet (ganz unten). Vielleicht ein neuer Weg, um auch andere Menschen kennen zu lernen.

www.forum-55plus.de

#Lebenserwartung steigt – Die Schwaben werden am ältesten!

Die Schwaben können alles, außer HOCHDEUTSCH
– 
Selbst beim länger Leben sind sie Spitzenreiter –

Neugeborene werden im Durchschnitt in Deutschland:

  • bei den Männern: 77 Jahre
  • bei den Frauen:    82 Jahre

Wenn die älteren Menschen das 65. Lebensjahr vollendet haben, bestehen gute Chancen:

  • für Männer: 82 Jahre und 6 Monate
  • für Frauen:85 Jahre und 9 Monate

zu werden.

Lachende Schwaben  Senioren im besten Alter
Lachende Schwaben Senioren im besten Alter

In den neuen Bundesländern sterben die Bundesbürger etwa ein Jahr früher; der Trend, dass die Menschen in den neuen Bundesländern aufholen und älter werden, hält jedoch weiter an.

Die niedrigste Lebenserwartung haben die Jungen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mit 74,5 Jahren und die Mädchen im Saarland mit 80,8 Jahren. 


Baden-Württemberg hat – auch wie bereits in der Vergangenheit – die höchste Lebenserwartung.



Der #demografische #Wandel und seine Auswirkungen:

Eine anschauliche Erklärung des Begriffs „Demografischer Wandel“ ist seit kurzem auf youtube zu sehen Link: https://www.youtube.com/watch?v=XeVJujWgW58


Die #Lebenserwartung wird auch in den nächsten 15-30 Jahren weiter ansteigen. Denn derzeit sterben in Deutschland nach einer Studie die meisten Menschen an:

  • #Herzerkrankungen
  • #Lungenkrebs
  • #Schlaganfall
  • #Alzheimer-Krankheit
  • #Darmkrebs
  • und #COPD.


Nimmt man die derzeitige medizinische Entwicklungen in Augenschein, so ist davon auszugehen, dass nahezu alle diese Krankheiten in den kommenden 10-15 Jahren der Vergangenheit angehören, so dass die Lebenserwartung durchaus in 15-20 Jahren für einen 65-Jährigen Menschen in Deutschland bei 90-95 Jahren liegt.





Der demografische Wandel wird sich hiermit weiter fortsetzen, so dass die Sozialsysteme neu finanziert werden müssen.

Durch die längere Lebenserwartung wird nicht nur länger eine Alters- und Hinterbliebenenrente gezahlt, sondern auch ein Leistungsanstieg bei den Krankenversicherungen und der Pflegeversicherung stattfinden.


Dies trifft insbesondere die gesetzlichen Krankenkassen und die gesetzliche Pflegepflichtversicherung, da bei diesen Versicherungszweigen keine Kapitalbildung vorgenommen wird, sondern die Leistungen direkt aus den zeitgleich eingenommenen Beiträgen finanziert wird (Umlagesystem).



Die gesetzlichen #Krankenkassen und #Pflegepflichtversicherung

Nicht ohne Grund versuchen einige politische Parteien und Lobbyisten der gesetzlichen Krankenkassen die Bürgerversicherung als solidarische Einrichtung den Bürgern schmackhaft zu machen.

Auch wenn dies zunächst gut klingt: Wenn alle Bundesbürger in einer Einheitskasse sind, dann kann sehr schnell durch den fehlenden Wettbewerb eine weitere Leistungsreduzierung vorgenommen werden. Die Beispiele England, Schweden usw. machen es bereits heute deutlich, dass in einer Einheitskasse die Leistungen schneller reduziert werden.


Selbst ein gesetzlicher Krankenversicherter dürfte, wenn er über die Auswirkungen nachdenkt, auf keinen Fall eine Bürgerversicherung wollen. Denn der Wettbewerb wäre dann durch gesetzliche Maßnahmen sehr eingegrenzt.



Die privaten Krankenversicherungen und Pflegepflichtversicherung

Bei den privaten Krankenversicherungen werden je Geburtsjahr und Tarif Teile des Beitrages für später angespart (Altersrückstellungen). Im Jahr 2013 hatte die Private Krankenversicherung bereits 202 Mrd. Euro für die Versicherten angespart. Wenn beispielsweise die heute 30-Jährigen einmal 80 Jahre alt sind, stehen diese Altersrückstellungen dann zur Mitfinanzierung der Leistungen zur Verfügung.

Die Auswirkungen des demografischen Wandels in der Kranken- und Pflegeversicherung

Der demografische Wandel wird somit nicht nur in der Rentenversicherung, sondern insbesondere in der Kranken- und Pflegepflichtversicherung mittelfristig erheblichen Leistungskürzungen oder Beitragssteigerungen führen. Ein heute 30-jähriger GKV-Versicherter (gesetzliche Krankenkasse) müsste, wenn die Leistungen nicht in der gesetzlichen Krankenkasse reduziert werden, ab sofort mtl. rund 100 Euro ansparen, damit er im Alter die Beitragssteigerungen der gesetzlichen Krankenkassen abfangen kann. Dies wäre deshalb notwendig, weil die Anzahl der jungen Menschen im Verhältnis zu den älteren Versicherten erheblich geringer sein wird.

#Deutschland #Finanzen #Krankenversicherung #Pflegeversicherung #Demografie

Geldanlage Altersvorsorge und Pflegevorsorge

Geldanlage einmal anders betrachtet

Die Deutschen haben inzwischen über 5 Billionen z.B. auf Tagesgeldkonten und Sparbüchern angespart. Nimmt man noch das Immobilienvermögen hinzu, dann haben die Deutschen über 10 Bio. Euro an Vermögen.

Euro

Trotz der niedrigen Zinsen ist das Sparbuch und Tagesgeldkonto in der Beliebtheitsskala an Platz 1. Allerdings liebäugeln auch viele Sparer mit Aktien, Fonds und Fondsversicherungen.

Ein Trost bleibt:

Der Realzins ist unter Berücksichtigung der niedrigen Inflation nicht viel niedriger, als in der Vergangenheit. Würde man beispielsweise von dem Sparbuchzins 1980 von 4 % Zins eine Inflation von 5,5 % abziehen, dann war der Realzins damals bei -1,5 %

(Quelle: https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Statistiken/Geld_Und_Kapitalmaerkte/Zinssaetze_Renditen/S11BATSPAR3.pdf?__blob=publicationFile  ).

Psychologisch ist für viele natürlich die Zinssenkung in den letzten Jahren schockierend gewesen. Man sollte sich jedoch nicht nur vom Zins lenken lassen, sondern auch den Realzins (Zinsen abzüglich der Inflation) betrachten.

Autumn Sad Senior Woman XVII

Wichtiger als Zinsen – die lebenslange Versorgung

Viele Menschen sparen einen Großteil des Vermögens für Eigentum und vor allem für eine vernünftige Altersversorgung und Pflegefinanzierung.

Betrachtet man die zukünftige Entwicklung der Lebenserwartung, so steht fest, dass die Lebenserwartung in den letzten 40 Jahren pro Jahr um 3 Monate angewachsen ist. Die Menschen werden heute etwa 10 Jahre älter, als vor 40 Jahren.

Medizinische Entwicklungen werden dazu führen, dass die Lebenserwartung auch weiter ansteigen wird.

Wenn in rund 20 Jahren die Lebenserwartung von 65-Jährigen bei 90-95 Jahren liegt, bedeutet dies auch, dass die Lebensfinanzierung um etwa 10 Jahre länger sein wird.

Für die gesetzliche Rentenversicherung bedeutet dies, dass die Rentenzahlungen um etwa 35-40 % länger gezahlt werden müssen.

lachendes senioren-paar mit tablet
lachendes senioren-paar mit tablet

Gleiches gilt auch bei der Bildung von eigenem Vermögen. Aus heutiger Sicht wird die gesetzliche Rentenversicherung bei einem 67-Jährigen nur noch 43 % Brutto betragen. Ohne betriebliche Altersversorgung und zusätzlich angespartem Vermögen werden viele Bundesbürger in die Altersarmut abgleiten.

Bei der Vermögensbildung sollte jedoch Jeder auch wissen, dass das selbst angesparte Vermögen in der Rente verbraucht wird und dann doch die Altersarmut kommen kann, wenn die Lebenserwartung länger ist, als man selbst denkt.

Bei der Vermögensplanung von Altersvorsorge und Pflegeabsicherung gibt es hierfür aus heutiger Sicht nur die Möglichkeit der Vermögensbildung in einer privaten Rentenversicherung.

Nur bei der privaten Rentenversicherung wird eine lebenslange Rentenzahlung garantiert. Wer heute eine klassische private Rentenversicherung abschließt kauft sich hiermit eine lebenslang garantierte Rente ein; und zwar zu der Lebenserwartung, die heute in der Kalkulation der Versicherungsunternehmen zu Grunde gelegt ist.

Natürlich kann man auch zunächst das Geld privat ansparen und später dann in eine Rentenversicherung einzahlen.

Hier ist jedoch der Nachteil, dass dann bereits eine andere Kalkulationsgrundlage gilt. Wenn die Lebenserwartung dann bereits um 10 Jahre länger ist, wird als Garantierente eine mtl. geringere Zahlung erhalten, da die Rente dann um 10 Jahre länger gezahlt werden muss.

 

Senioren sind im Süden und Norden besonders fit

In Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hamburg und Schleswig-Holstein sind die Senioren fitter als im übrigen Deutschland. 

Senioren im Süden und Norden fit
Senioren im Süden und Norden fit

Während in den oben genannten Ländern weniger als 36 Prozent der Senioren im Alter zwischen 85 Jahren und 90 Jahren im Jahr 2013 auf Pflegeleistungen angewiesen waren, lag dieser Wert in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bei 43 Prozent oder darüber (Statistischen Bundesamtes).

Android Handy zum Senioren-Smartphone umwandeln

Wer sich im Alter ein spezielles Senioren-Smartphone anschaffen möchte, muss dafür meist etwas Geld in die Hand nehmen. Außerdem bleibt die Auswahl begrenzt. Mit einer App werden aber auch andere Modelle seniorentauglich.

Ein Handy einfach in der Anwendung für Senioren
Ein Handy einfach in der Anwendung für Senioren

Spezielle Android-Smartphones für Senioren kosten etwa 250 Euro. Die Geräte vereinfachen die Nutzung oft enorm, sind aber meist eher schlecht ausgestattet, berichtet das „c’t”-Magazin (Ausgabe 10/15).

Für das gleiche Geld erhalte man Smartphones mit besserer Hardware, aber eben ohne Software-Anpassung. Wer beispielsweise Wert auf die besonders gute Kamera eines Modells legt, kann dieses trotzdem kaufen und dann die Benutzeroberfläche und Bedienung mit einer sogenannten  Launcher-Appvereinfachen. Wirklich empfehlenswert sei in diesem Zusammenhang derzeit aber nur der BIG-Launcher, so die Experten.

Die Anwendung kann kostenlos ausprobiert werden und kostet in der Vollversion zehn Euro. Unter Umständen bietet das Wunschsmartphone aber auch einen brauchbaren Modus für einfache Bedienung, der in den Einstellungen aktiviert werden kann. Grundsätzlich können Senioren-Smartphones, Launcher und Einfach-Modi auch für alle interessant sein, die nicht mehr Zeit als unbedingt nötig mit den technischen Feinheiten eines Smartphones verbringen möchten, raten die Experten.

Link zu:

Kostenloser BIG-Launcher zum Ausprobieren

Renten-Hinzuverdienst – Vorsicht bei Einnahmen aus Solaranlagen

Ob Alters- oder Erwerbsminderungsrentner – Wer die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hat, kann bis zu 450 Euro im Monat hinzuverdienen, zweimal im Jahr sogar das Doppelte. Dann bleibt die Rente ungekürzt. Dabei zählen Einnahmen aus einer geringfügigen Beschäftigung ebenso wie die Gewinne aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Werden sie im Einkommensteuerbescheid als Einnahmen aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit aufgeführt, müssen sie dem Rentenversicherer gemeldet werden.

German tax form “Einkommensteuererklärung” with euro coins and pen

Auch bei Hinterbliebenenrenten wird Einkommen angerechnet. Witwen- oder Witwerrentner haben allerdings einen höheren Freibetrag, so die Rentenversicherung. Informationen dazu gibt es unter der kostenlosen Service-Rufnummer 0800/1000 480 10 oder im Internet.